Rebsorten

Die Liste enthält die zur Zeit in Erlenbach angebauten Rebsorten und wird fortlaufend aktualisiert. Ergänzungen und Korrekturen lassen wir natürlich gerne bei nächster Gelegenheit mit einfließen. 

 

Silvaner

(Österreicher, Frankenrießling)

Der Silvaner stammt vermutlich von den Wildreben Transsylvaniens ab. Er wurde laut einer Urkunde erstmals 1665 in Franken eingeführt.
Man erkennt den Silvaner im Weinberg leicht an seinem dreilappigen, kaum gebuchteten Blatt. Gedrungen hängen die Trauben grünfleischig und saftig im Laub.
Sein Geschmack wird von Weinkennern als unaufdringlich kräftig mit zuweilen erdig – herber Art beschrieben. Er hat eine verlässliche Bekömmlichkeit.

 

Riesling

(Johannisberger, Gentile, Aromatique, Rießling)

Auch diese alte Standartsorte ist hinsichtlich ihrer Herkunft nicht mehr zu orten. Möglicherweise sollen die Römer schon Weine diesen Typs getrunken haben.
Die Sorte Riesling zeigt kräftigen Wuchs mit mittelgroßen, derben, fünflappigen, ziemlich tief eingeschnittenen Blättern.Die Trauben sind klein bis mittelgroß, stehen dichtgedrängt und schillern grüngelblich bis goldgelb.Rieslingweine sind rund, fruchtig, vollmundig, stahlig, kernig, rassig – vornehm – elegant und haben vor allem in guten Jahren ein sortentypisches Bukett.

 

Traminer

(Clevner, Rotedel, Edeltraube, Rotfränkischer, Rothwiner)

Der Traminer wurde urkundlich erstmals um das Jahr 1000 im tirolischen Tramin erwähnt. Der Name Traminer taucht aber erst im „Buch der Natur“ von 1349 auf.Er hat ein dreilappiges Blatt, das rund und blasig wirkt. Die Rebe neigt zu dichter Laubwandbildung. Die mittelgroße kompakte Traube des Traminers trägt kleine, ovale, dickschalige Beeren, welche von goldgelb bis fleischrot gefärbt sind.Als großartiges Heckenrosenbukett mit zuweilen einem Hauch Veilchen und einer Prise Vanille wird sein Geschmack beschrieben.

 

Ruländer

(Grauer Burgunder)

Der Ruländer stammt vom Blauen Burgunder ab. Er fand in Deutschland Verbreitung nachdem ihn der Kaufmann Johann Seger Ruland 1711 im niedergebrannten Aachen an einer Hauswand wiederentdeckte.Er ist an seinen graubraunen, rötlichbraunen, meist jedoch kupferfarbenen Beeren oft gemischt an einem Stock, an einer Traube zu erkennen.Die Weine des Ruländers, welche oft auch unter dem Namen Grauer Burgunder verkauft werden, sind schwer, aber mild in der Säure und von rundem, blumigen, feinen Aroma.

 

Müller-Thurgau

(Rivaner)

Mit der in Franken wohl bekanntesten öffnen wir das Kapitel der Neuzüchtungen. Der Müller-Thurgau wurde um 1890 von Hermann Müller aus dem schweizerischen Kanton Thurgau als Kreuzung Riesling X Silvaner gezüchtet. Wie sich allerdings in späteren Erbgutuntersuchungen herausstellte ist er vielmehr eine Selbstbefruchtung des Riesling, andere Experten behaupten auch er sei eine Kreuzung aus Riesling-Muskateller-Gutedel.Im Weinberg ist der Müller – Thurgau an seinen tief ausgebuchteten, meist fünflappigen Blättern und großen lockerbeerigen Trauben zu erkennen. Die ovalen gelblichen Trauben weisen einen markanten Muskatgeschmack auf.Als blumig mild wird sein Wein beschrieben. Die Skala reicht vom erfrischenden Vormittagsschoppen über harmonische würzig-elegante Kabinettweine bis hin zu Auslesen, die das Muskatbukett gerade noch ahnen lassen.

 

Kerner

Als Kerner wurde die von August Herold ab 1930 in Weinsberg gezüchtete Kreuzung aus Trollinger und Riesling bekannt.In seinem dichten Geblatt verstecken sich runde, grünliche, dickschalige Beeren.
Vom Geschmack her ist er frischer und fülliger als der Riesling. Manchmal weist er ein opalisierendes feinfruchtiges Muskatbukett auf.

 

Rieslaner

Der Rieslaner, ebenfalls eine Neuzüchtung, stammt aus der Bayrischen Landesanstalt für Wein – und Gartenbau in Veitshöchheim. Die Kreuzung Silvaner X Riesling führte August Ziegler im Jahre 1921 durch. Man erkennt ihn am leichtesten an seinem kleinen dichtbeerigen Trauben und am zarten braun des jungen Laubes. Ein weiteres Merkmal ist sein robustes Laubwerk.Hans Breider, der sich in den 50er Jahren vehement für die Verbreitung des Rieslaners eingesetzt hat, beschrieb den Geschmack einst so: „Weine mit einem vielschichtigen an Pfirsich, Mirabelle und Aprikose erinnernden fruchtigen Bukett, körperreich, kräftig, charaktervoll.“

 

Bacchus

Die Bacchusrebe entstand 1935 durch eine Rückkreuzung des Pfälzers Peter Morio von Silvaner X Riesling und Müller-Thurgau.Er besitzt weiß – wollige Triebspitzen und große Blätter, die mehr rund als schwach dreilappig sind. Die dichtbeerigen Trauben mittlerer Größe des Bacchus sind mit rundlich, gelbgrünen Beeren besetzt.Die Weine haben ein muskatartiges Bukett, sind vollmundig, würzig – reif und erinnern zuweilen an die Scheurebe.

 

Ortega

Die Ortegarebe stellt eine weitere sehr erfolgreiche Neuzüchtung der Bayrischen Landesanstalt Veitshöchheim dar. Der Name soll an den spanischen Philosophen José Ortega y Gasset erinnern.Die dreilappigen Blätter der Rebe überdecken pyramidenförmige Trauben mit goldgelben, saftigen, festhäutigen Beeren, welche nach Muskat schmecken.Sie liefert fruchtig temperamentvolle Weine mit ausgeglichenem Muskat-Pfirsich-Bukett.

 

Optima

Die in der Bundesforschungsanstalt für Rebenzüchtung Geilweilerhof gezüchtete Sorte bringt Erbgut der Kombination Silvaner mit Riesling und Müller-Thurgau mit.Ihre äußeren Merkmale : Mittelspäter Austrieb und frühe Traubenreife bei mittelstarkem buschigem Wuchs.Die Weine kommen elegant mit duftigem Bukett, in guten Jahren mit feinem Auslesenton und angenehmer Säure, heraus.

 

Ehrenfelser

Der Ehrenfelser stellt eine Geisenheimer Kreuzung von Riesling X Silvaner dar.

 
Spätburgunder

Die Züchtung dieser Sorte ist seit 884 im Königsweingarten der Karolingerpfalz Bodman am Bodensee bezeugt. Besondere Merkmalesind die kompakte Zapfenform der Trauben, die mit blauen Beeren besetzt sind.Der Spätburgunder liefert rubinrote Weine, welche Feuer und Samt vereinen sollen. Ihr Bukett erinnert an reife Brombeeren, zuweilen zeigt sich auch ein Anhauch Mandelton.

 

Domina

Die Domina stellt eine Kreuzung (Portugieser x Blauer Spätburgunder) der Bundesforschungsanstalt für Rebzüchtung Geilweilerhof bei Landau in der Pfalz dar. Ihre Weine sind vollschlank im Körper. Leicht gerbsäurebetont kommen ihre Weine dem traditionellen Rotwein – Ideal entgegen. 

 

Dornfelder

Die in Weinsberg gezüchtete Dornfelderrebe ist eine Kreuzung zwischen Helfensteiner und Heroldrebe. Sie ist nach dem Gründer der Weinsberger Weinbauschule Immanuel Dornfeld benannt.

 

Regent

Der Regent ist eine Rotweinsorte, die gegen die bedeutendsten Pilzkrankheiten der Rebe weitgehende Resistenz besitzt. Als Rebsorte überzeugt er Dank seiner Qualitätseigenschaften und seiner Farbkraft. Der Regent ist eine Neuzüchtung (1967 Kreuzung zwischen Diana (Silvaner x Müller-Thurgau) und Chambourcin) und erhielt erst 1996 die Sortenzulassung (Klassifizierung). Die Züchtung geht auf Gerhardt Alleweldt zurück und wurde am Institut für Rebenzüchtung Geilweilerhof entwickelt.

 

Blauburger

Der Blauburger ist eine Rotweinsorte die aus einer Kreuzung aus Blauem Portugieser und Blaufränkisch (auch bekannt als Blauer Limberger oder Lemberger) an der Bundeslehr- und Versuchsanstalt Klosterneuburg von Fritz Zweigelt ab 1923 gezüchtet wurde. Die Sorte hat einen kräftigen aufrechten Wuchs und hohe Blütefestigkeit und ist für mittlere Lagen und Standorte geeignet. Sie stellt wenig Ansprüche an den Boden und bringt hohen, regelmäßigen Ertrag. Der Blauburger liefert kräftige dunkel gefärbte extraktreiche Rotweine mit guter Lagerfähigkeit.

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